Durch die Installation von Durchflusssensoren im Chitlapakkam-See zur Bestimmung des Zu- und Abflusses von Wasser aus dem See wird die Hochwasservorsorge erleichtert.
Chennai wird jedes Jahr von schweren Überschwemmungen heimgesucht, bei denen Autos weggespült, Häuser überflutet und Anwohner durch überflutete Straßen laufen müssen. Eines der betroffenen Gebiete ist Chitlapakkam, das zwischen drei Seen – Chitlapakkam, Seliyur und Rajakilpakkam – auf landwirtschaftlichem Gelände in Chengalpettu liegt. Aufgrund seiner Nähe zu diesen Gewässern ist Chitlapakkam während des starken Monsuns in Chennai besonders häufig von Überschwemmungen betroffen.
Wir haben sogar mit dem Bau eines Hochwasserschutzsystems begonnen, um das überschüssige Wasser, das flussabwärts fließt und unsere Häuser überflutet, zu regulieren. Alle diese Abflüsse sind miteinander verbunden, um das Hochwasser in den flussabwärts gelegenen Sembakkam-See zu leiten.
Die effektive Nutzung dieser Entwässerungsanlagen erfordert jedoch Kenntnisse über deren Kapazität und die Echtzeitüberwachung des überschüssigen Wasserabflusses während des Monsuns. Aus diesem Grund habe ich ein Sensorsystem und eine Seeleitstelle entwickelt, um den Wasserstand der Seen zu überwachen.
Durchflusssensoren helfen, den Nettozu- und -abfluss des Sees zu ermitteln und diese Informationen automatisch an die Katastrophenschutzleitstelle zu senden, die rund um die Uhr über WLAN und Backup erreichbar ist. So können die Verantwortlichen entsprechende Entscheidungen treffen und präventive Maßnahmen ergreifen, um während der Monsunzeit Hochwasserschutzanlagen einzusetzen. Ein solcher Sensor wird derzeit im Chilapakum-See installiert.
Was kann ein Wasserdurchflusssensor leisten?
Der Sensor erfasst täglich den Wasserstand des Sees und hilft so, die aktuelle Wassermenge und das Speichervolumen zu bestimmen. Laut Weltentwicklungsprogramm (WDP) hat der Chilapakum-See ein Speichervolumen von 7 Millionen Kubikfuß. Da der Wasserstand jedoch saisonal und sogar täglich schwankt, ist die kontinuierliche Sensorüberwachung mehr als nur eine Aufzeichnung.
Was können wir also mit diesen Informationen anfangen? Wenn alle Zu- und Abflüsse des Sees mit Durchflusssensoren ausgestattet sind, können wir die Wassermenge messen, die in den See fließt und flussabwärts abfließt. Während des Monsuns können diese Sensoren die Behörden benachrichtigen, sobald der See seine maximale Kapazität erreicht oder den maximalen Wasserstand überschreitet. Mithilfe dieser Informationen lässt sich auch vorhersagen, wie lange es dauern wird, das überschüssige Wasser abzuleiten.
Dieser Ansatz hilft uns sogar dabei, abzuschätzen, wie viel Regenwasser im See gespeichert und wie viel in flussabwärts gelegene Seen abgeleitet wird. Anhand der Kapazität und der verbleibenden Messwerte können wir die städtischen Seen vertiefen oder sanieren, um mehr Regenwasser zu speichern und so Überschwemmungen flussabwärts zu vermeiden. Dies ermöglicht uns, fundiertere Entscheidungen hinsichtlich bestehender Hochwasserschutzanlagen zu treffen und zu prüfen, ob weitere Makro-Einschnitte und Abdeckungsgräben erforderlich sind.
Die Regensensoren liefern Informationen über das Einzugsgebiet des Chitrapakkam-Sees. Bei vorhergesagten Niederschlagsmengen können die Sensoren schnell ermitteln, wie viel Wasser in den See fließt, wie viel Wohngebiete überflutet und wie viel im See verbleibt. Diese Informationen ermöglichen es den Hochwasserschutzbehörden, entsprechende Vorsichtsmaßnahmen zu treffen, um Überschwemmungen zu verhindern und deren Ausmaß zu kontrollieren.
Urbanisierung und der Bedarf an schneller Aufzeichnung
In den letzten Jahren wurden Zu- und Abfluss des Regenwassers aus dem See nicht überwacht, was zu einem Mangel an Echtzeitmessdaten führte. Früher befanden sich die Seen zumeist in ländlichen Gebieten mit großen landwirtschaftlichen Einzugsgebieten. Durch die rasante Urbanisierung wurden jedoch zahlreiche Bauprojekte in und um die Seen realisiert, was zu schweren Überschwemmungen in der Stadt führte.
Im Laufe der Jahre hat der Abfluss von Regenwasser zugenommen; Schätzungen zufolge hat er sich mindestens verdreifacht. Es ist sehr wichtig, diese Veränderungen zu dokumentieren. Durch das Verständnis des Ausmaßes dieses Abflusses können wir Techniken wie die Makrodrainage einsetzen, um bestimmte Mengen an Hochwasser zu regulieren, indem wir es in andere Seen umleiten oder bestehende Gewässer vertiefen.
Veröffentlichungsdatum: 12. Juli 2024

