In den letzten Jahren haben Blaubeeranbauer in Maine stark von Wetteranalysen profitiert, die ihnen wichtige Entscheidungen im Schädlingsmanagement ermöglichten. Die hohen Kosten für den Betrieb lokaler Wetterstationen zur Bereitstellung der Daten für diese Analysen sind jedoch möglicherweise nicht tragbar.
Seit 1997 nutzt die Apfelindustrie in Maine betriebsspezifische Wetterdaten, die auf Interpolation von Messwerten nahegelegener, professionell betriebener Wetterstationen basieren. Die Daten werden elektronisch in Form stündlicher Beobachtungen und 10-Tage-Vorhersagen bereitgestellt. Mithilfe eines automatisierten Computersystems werden diese Daten über das Internet in öffentlich zugängliche Herstellerempfehlungen umgewandelt. Inoffizielle Schätzungen deuten darauf hin, dass die Vorhersagen für die Apfelblüte und andere leicht beobachtbare Ereignisse sehr genau sind. Es muss jedoch sichergestellt werden, dass die auf interpolierten Wetterdaten basierenden Schätzungen mit den Ergebnissen von Messungen vor Ort übereinstimmen.
Dieses Projekt nutzt zwei Datenquellen von zehn Standorten in Maine, um Modellschätzungen der wichtigsten Krankheiten von Heidelbeeren und Äpfeln zu vergleichen. Ziel des Projekts ist es, festzustellen, ob die Kosten für die Beschaffung von Wetterdaten für Heidelbeeren deutlich gesenkt werden können, und die Genauigkeit eines bereits bestehenden Beratungssystems für Apfelplantagen zu überprüfen.
Die Dokumentation der Effektivität interpolierter Wetterdaten wird die Grundlage für die Entwicklung eines wirtschaftlich nachhaltigen und dringend benötigten landwirtschaftlichen Wetterunterstützungsnetzwerks in Maine bilden.
Veröffentlichungsdatum: 06.09.2024
