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Neue Höhenwetterstation in den Schweizer Alpen soll die Klimaforschung unterstützen

Das Schweizerische Bundesamt für Meteorologie und die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich haben kürzlich erfolgreich eine neue automatische Wetterstation auf dem Matterhorn in den Schweizer Alpen in 3.800 Metern Höhe installiert. Die Wetterstation ist ein wichtiger Bestandteil des Höhenklimaüberwachungsnetzes der Schweizer Alpen, das meteorologische Daten in Hochgebirgsregionen sammelt und Wissenschaftlern wertvolle Informationen zur Erforschung der Auswirkungen des Klimawandels auf die Alpen liefert.

Diese Wetterstation ist mit hochentwickelten Sensoren ausgestattet, die Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Windgeschwindigkeit, Windrichtung, Luftdruck, Niederschlag, Sonneneinstrahlung und weitere meteorologische Parameter in Echtzeit erfassen. Alle Daten werden in Echtzeit per Satellit an das Datenzentrum des Schweizer Bundesamts für Meteorologie (BAM) übermittelt und dort mit Daten anderer Wetterstationen zusammengeführt und analysiert. Ziel ist die Verbesserung von Wettervorhersagemodellen, die Untersuchung von Klimawandeltrends und die Bewertung der Auswirkungen des Klimawandels auf die alpine Umwelt.

Der Leiter der Abteilung für Klimabeobachtung des Schweizer Bundesamts für Meteorologie erklärte: „Die Alpen sind ein Hotspot des Klimawandels in Europa, mit einer Erwärmungsrate, die doppelt so hoch ist wie der globale Durchschnitt. Diese neue Wetterstation wird uns helfen, besser zu verstehen, wie sich der Klimawandel auf die alpine Umwelt auswirkt, beispielsweise durch das Abschmelzen von Gletschern, das Auftauen des Permafrosts und die Zunahme extremer Wetterereignisse, sowie die möglichen Auswirkungen dieser Veränderungen auf Wasserressourcen, Ökosysteme und die menschliche Gesellschaft in den flussabwärts gelegenen Gebieten.“

Ein Professor des Departements Umweltwissenschaften der ETH Zürich fügte hinzu: „Meteorologische Daten in Hochgebirgsregionen sind entscheidend für das Verständnis des globalen Klimasystems. Diese neue Wetterstation wird die Lücke in der meteorologischen Überwachung in den Hochgebirgsregionen der Alpen schließen und Wissenschaftlern wertvolle Daten für die Untersuchung der Auswirkungen des Klimawandels auf alpine Ökosysteme, das Wassermanagement und Naturkatastrophenrisiken liefern.“

Die Fertigstellung dieser Wetterstation ist ein wichtiger Schritt für die Schweiz, um die Klimabeobachtung zu stärken und sich an den Klimawandel anzupassen. Zukünftig plant die Schweiz den Bau weiterer ähnlicher Wetterstationen in anderen Hochgebirgsregionen der Alpen, um ein umfassenderes alpines Klimabeobachtungsnetz aufzubauen und so eine wissenschaftliche Grundlage für die Bewältigung der Herausforderungen des Klimawandels zu schaffen.

Hintergrundinformationen:
Die Alpen sind das größte Gebirge Europas und ein sensibles Gebiet für den Klimawandel in Europa.

Im Laufe des letzten Jahrhunderts ist die Temperatur in den Alpen um etwa 2 Grad Celsius gestiegen, das Doppelte des globalen Durchschnitts.

Der Klimawandel hat zu einem beschleunigten Abschmelzen der Gletscher in den Alpen, zum Abbau des Permafrosts und zu einer Zunahme extremer Wetterereignisse geführt, was schwerwiegende Auswirkungen auf die lokalen Ökosysteme, die Wasserwirtschaft und den Tourismus hat.

Bedeutung:
Diese neue Wetterstation wird wertvolle Daten liefern, die Wissenschaftlern helfen, die Auswirkungen des Klimawandels auf die Alpen besser zu verstehen.

Diese Daten werden genutzt, um Wettervorhersagemodelle zu verbessern, Klimawandeltrends zu untersuchen und die Auswirkungen des Klimawandels auf die alpine Umwelt zu bewerten.

Die Fertigstellung der Wetterstation ist eine wichtige Maßnahme für die Schweiz, um die Klimabeobachtung zu stärken und sich an den Klimawandel anzupassen. Sie wird eine wissenschaftliche Grundlage für die Bewältigung der Herausforderungen des Klimawandels bieten.

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Veröffentlichungsdatum: 13. Februar 2025