Pläne, nach und nach alle Schneedecken-Telemetriestationen in Idaho mit Messstationen für die Bodenfeuchtigkeit auszustatten, könnten Wasserversorgungsexperten und Landwirten helfen.
Der Naturschutzdienst des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA) betreibt 118 vollwertige SNOTEL-Stationen, die automatisch Niederschlagsmenge, Schneewasseräquivalent, Schneehöhe und Lufttemperatur messen. Sieben weitere Stationen sind weniger komplex und erfassen weniger Messarten.
Die Bodenfeuchtigkeit beeinflusst die Abflusseffizienz insofern, als das Wasser dort in den Boden sickert, wo es benötigt wird, bevor es in Bäche und Stauseen gelangt.
Die Hälfte der SNOTEL-Messstationen im Bundesstaat verfügt über Bodenfeuchtesensoren oder -sonden, die Temperatur und Sättigungsgrad in verschiedenen Tiefen erfassen.
„Die Daten helfen uns, die Wasserressource am effizientesten zu verstehen und zu bewirtschaften“ und bilden die Grundlage für „einen wichtigen Datensatz, von dem wir hoffen, dass er mit zunehmender Datenmenge noch wertvoller wird“, sagte Danny Tappa, Leiter der Schneeerhebung des NRCS Idaho in Boise.
Die Ausstattung aller SNOTEL-Standorte im Bundesstaat mit Geräten zur Messung der Bodenfeuchtigkeit sei eine langfristige Priorität, sagte er.
Laut Tappa hängt der Zeitplan des Projekts von der Finanzierung ab. Die Installation neuer Stationen oder Sensoren, die Modernisierung der Kommunikationssysteme auf Mobilfunk- und Satellitentechnologie sowie die allgemeine Instandhaltung seien in letzter Zeit dringlichere Aufgaben gewesen.
„Wir sind uns bewusst, dass die Bodenfeuchtigkeit ein wichtiger Bestandteil des Wasserhaushalts und letztendlich des Abflusses in den Flüssen ist“, sagte er.
„Wir sind uns bewusst, dass es bestimmte Gebiete gibt, in denen die Wechselwirkung der Bodenfeuchtigkeit mit dem Wasserabfluss von entscheidender Bedeutung ist“, sagte Tappa.
Das SNOTEL-System in Idaho würde davon profitieren, wenn alle Stationen mit Bodenfeuchtemessgeräten ausgestattet wären, sagte Shawn Nield, Bodenkundler des NRCS (Natural Resources Conservation Service) des Bundesstaates. Idealerweise gäbe es im Schneemessteam einen festangestellten Bodenkundler, der für das System und die Datenerfassung verantwortlich sei.
Die Genauigkeit der Abflussvorhersage verbesserte sich um etwa 8 %, wenn Bodenfeuchtesensoren eingesetzt wurden, sagte er und berief sich dabei auf Untersuchungen von Hydrologen und Universitätsmitarbeitern in Utah, Idaho und Oregon.
Nield erklärte, dass die Kenntnis des Feuchtigkeitsgehalts des Bodens Landwirten und anderen Beteiligten zugutekomme. „Immer häufiger hört man von Landwirten, die Bodenfeuchtesensoren für ein effizienteres Bewässerungsmanagement einsetzen“, sagte er. Zu den potenziellen Vorteilen zählen ein geringerer Pumpenbetrieb – und damit ein geringerer Strom- und Wasserverbrauch –, die Anpassung der Bewässerungsmenge an den jeweiligen Bedarf der Kulturpflanzen sowie die Verringerung des Risikos, dass landwirtschaftliche Geräte im Schlamm stecken bleiben.
Veröffentlichungsdatum: 12. April 2024