Methanemissionen haben viele verschiedene Quellen (Tierhaltung, Verkehr, verrottende Abfälle, Produktion und Verbrennung fossiler Brennstoffe usw.).
Methan ist ein Treibhausgas mit einem 28-mal höheren Treibhauspotenzial als CO₂ und einer deutlich kürzeren Verweildauer in der Atmosphäre. Die Reduzierung der Methanemissionen hat Priorität, und TotalEnergies beabsichtigt, in diesem Bereich eine vorbildliche Erfolgsbilanz vorzuweisen.
HONDE: eine Lösung zur Emissionsmessung
Die HONDE-Technologie besteht aus einem drohnenmontierten, ultraleichten CO₂- und CH₄-Sensor, der den Zugang zu schwer erreichbaren Emissionspunkten ermöglicht und gleichzeitig Messwerte mit höchster Präzision liefert. Der Sensor verfügt über ein Diodenlaserspektrometer und ist in der Lage, Methanemissionen mit hoher Genauigkeit (> 1 kg/h) zu erfassen und zu quantifizieren.
Im Jahr 2022 umfasste eine Kampagne zur Erfassung und Messung von Emissionen vor Ort unter realen Bedingungen 95 % der betriebenen Anlagen (1) im Upstream-Sektor. Mehr als 1.200 AUSEA-Flüge wurden in 8 Ländern durchgeführt, um 125 Standorte zu erfassen.
Langfristig soll die Technologie in ein nahtloses und autonomes System integriert werden. Um dies zu erreichen, entwickeln die Forschungsteams ein unbemanntes Drohnennavigationssystem, das Daten automatisch an die Server streamt und über Funktionen zur sofortigen Datenverarbeitung und Berichterstellung verfügt. Die Automatisierung des Systems liefert den lokalen Bedienern in den Anlagen unmittelbare Ergebnisse und erhöht die Anzahl der Flüge.
Zusätzlich zu den Überwachungskampagnen an unseren betriebenen Standorten befinden wir uns in fortgeschrittenen Gesprächen mit bestimmten Betreibern unserer nicht betriebenen Anlagen, um ihnen diese Technologie zur Verfügung zu stellen und gezielte Überwachungskampagnen an diesen Anlagen durchzuführen.
Auf dem Weg zu einer Methanneutralität
Zwischen 2010 und 2020 haben wir unsere Methanemissionen halbiert, indem wir ein Aktionsprogramm initiierten, das auf jede einzelne Emissionsquelle unserer Anlagen abzielte (Abfackeln, Entlüften, diffuse Emissionen und unvollständige Verbrennung) und die Konstruktionskriterien für unsere neuen Anlagen verschärfte. Um noch weiter zu gehen, haben wir uns verpflichtet, unsere Methanemissionen bis 2025 um 50 % und bis 2030 um 80 % gegenüber dem Stand von 2020 zu reduzieren.
Diese Ziele umfassen alle vom Unternehmen betriebenen Anlagen und gehen über die im IEA-Szenario „Netto-Null-Emissionen bis 2050“ skizzierte Reduzierung der Methanemissionen aus Kohle, Öl und Gas um 75 % zwischen 2020 und 2030 hinaus.
Wir können Sensoren mit unterschiedlichen Parametern bereitstellen.
Veröffentlichungsdatum: 19. November 2024
