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Der Radarwächter über den Reisfeldern: Wie hydrologisches Radar zur neuen landwirtschaftlichen Frontlinie der Philippinen wird

Während Taifune und Dürren den Archipel heimsuchen, setzt das „Reisvorkommen“ des Landes still und leise Technologien aus der Luft- und Raumfahrt sowie der Industrie ein und wandelt so den unberechenbaren Puls seiner Flüsse in verwertbare Daten für die Landwirte um.

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Im Jahr 2023 fegte der Supertaifun Goring über Luzon hinweg und verursachte landwirtschaftliche Schäden in Höhe von über 3 Milliarden Pesos. Doch in Nueva Ecija – dem Herzen der philippinischen Reisanbauregion – blieben einige Leiter von Bewässerungskooperativen gelassen, anders als in den Jahren zuvor. Auf ihren Smartphones zeigte eine App unauffällig Echtzeitdaten zu Wasserstand und Durchflussmenge wichtiger Abschnitte der Oberläufe der Flüsse Magat und Pampanga an. Diese Daten stammten von einem Gerät namens „berührungsloser Sensor“: einem hydrologischen Radar-Pegelsensor.

Für die philippinische Landwirtschaft, die stark von natürlicher Bewässerung abhängig ist, ist Wasser sowohl Lebensgrundlage als auch größtes unkontrollierbares Risiko. Traditionell verließen sich die Wassermeister auf ihre Erfahrung, Regenmesser und gelegentliche, riskante manuelle Messungen, um den Wasserstand des Flusses einzuschätzen. Heute beginnt an wichtigen Flüssen und Bewässerungskanälen der technologische Wandel, der darauf abzielt, Unsicherheit durch Gewissheit zu bekämpfen.

Die zentrale Herausforderung: Warum die Philippinen? Warum Radar?

Die Herausforderungen im Wassermanagement der philippinischen Landwirtschaft sind genau die Bereiche, in denen die Radartechnologie ihre Stärken ausspielt:

  1. Die „doppelte Bedrohung“ durch Extremwetterereignisse: Taifune bringen in der Regenzeit Überschwemmungen, während in der Trockenzeit Wasserknappheit herrscht. Die Landwirtschaft benötigt daher eine präzise zeitliche Steuerung der Wasserspeicherung und -abgabe.
  2. Die Fragilität der Infrastruktur: Viele Bewässerungssysteme sind veraltet und Kanäle stark verschlammt. Fehlende Wasserstandsdaten führen zu einer ungleichmäßigen Wasserverteilung und häufigen Streitigkeiten zwischen Nutzern flussauf- und flussabwärts.
  3. Optimale Kombination aus Wert und Anforderungsprofil: Moderne Radar-Füllstandssensoren sind im Vergleich zu teuren und aufwendig zu installierenden Kontaktsensoren deutlich günstiger geworden. Sie ermöglichen eine wartungsfreie Überwachung in abgelegenen Gebieten mithilfe von Solarenergie und drahtlosen Netzwerken (z. B. Mobilfunk). Dank ihrer berührungslosen Messtechnik sind sie unempfindlich gegenüber Ablagerungen, Schlamm und Turbulenzen bei Überschwemmungen.

Anwendungsszenarien: Der Datenkreislauf von der Warnung zur Optimierung

Szenario 1: Der „Hochwasserschutz“ der Taifunsaison
Im Cagayan-Tal installierte die Wasserbehörde ein Radarnetzwerk an den wichtigsten Zuflüssen flussaufwärts. Sobald das Radar innerhalb von drei Stunden einen sprunghaften Anstieg des Wasserstands um 50 cm aufgrund anhaltender Starkregenfälle in den Bergen feststellt, sendet das System automatisch Warnmeldungen an alle Bewässerungsgebiete im mittleren und flussabwärts gelegenen Bereich sowie an tiefer gelegene Dörfer. Dadurch entsteht ein entscheidendes Zeitfenster von sechs bis zwölf Stunden, um Felder zu bestellen, Entwässerungsgräben zu reinigen und Ausrüstung in Sicherheit zu bringen. So wird aus passiver Opferrolle aktive Katastrophenprävention.

Szenario 2: Der „Wasserverteilungs-Aktuar“ der Trockenzeit
In den Bewässerungsgebieten rund um die Laguna de Bay überwacht Radar den Wasserstand an den Entnahmestellen in Echtzeit. In Kombination mit Niederschlagsvorhersagen und Bodenfeuchtigkeitsdaten kann ein einfaches KI-Modell den flächendeckenden Wasserverbrauch für die nächsten fünf Tage prognostizieren. Die Bewässerungsverbände erstellen daraufhin stundengenaue Rotationspläne, die den Landwirten per SMS zugestellt werden. Dadurch wurden Wasserverschwendung und Konflikte durch unkontrollierte Wasserverteilung reduziert und die Bewässerungseffizienz in der Trockenzeit 2023 um etwa 20 % gesteigert.

Szenario 3: Der „gemeinsame Dispatcher“ für Stauseen und Flüsse
Im Einzugsgebiet des Pampanga-Flusses werden Radardaten in ein umfassenderes „Smart Basin“-Managementsystem integriert. Dieses System analysiert in Echtzeit die Flusspegel und den Füllstand der oberhalb gelegenen Stauseen. Vor einem Taifun empfiehlt es, Wasser vorab abzulassen, um die Hochwasserrückhaltekapazität zu erhöhen; vor einer Trockenzeit rät es, Wasser vorab zu speichern. Die vom Radar gelieferten Echtzeitdaten ermöglichen dieses sensible Gleichgewicht.

Szenario 4: Unterstützung der nationalen Strategie für „klimaschonende Landwirtschaft“.
Das philippinische Landwirtschaftsministerium fördert klimaangepasste Anbaumethoden. Die langfristigen, kontinuierlichen hydrologischen Daten, die durch Radar erfasst werden, bilden die Grundlage für die Validierung und Optimierung dieser Methoden (z. B. die Anpassung von Reisanbaukalendern oder die Förderung dürreresistenter Sorten). Die Daten belegen die Wirksamkeit der Maßnahmen und tragen dazu bei, mehr internationale Mittel für Klimaanpassungsprojekte zu sichern.

Lokalisierungsherausforderungen und Integration in die Gemeinschaft

Eine erfolgreiche Anwendung auf den Philippinen erfordert eine tiefgreifende Anpassung an die lokalen Gegebenheiten:

  • Energieversorgung & Kommunikation: Durch die Nutzung eines energiesparenden Designs in Kombination mit Solarmodulen und 4G/LoRaWAN-Hybridnetzen wird der Betrieb auch in abgelegenen Bergregionen oder bei durch Taifune verursachten Stromausfällen tagelang gewährleistet.
  • Katastrophenresistentes Design: Die Sensorhalterungen sind verstärkt, um starkem Wind und Überschwemmungen standzuhalten. Die Antennen sind blitz- und vogelnestgeschützt.
  • Stärkung der Gemeinschaft: Daten bleiben nicht in Regierungsbüros. Durch einfache, farbcodierte (rot/gelb/grün) SMS-Benachrichtigungen und Bürgerradio können selbst Landwirte an der Basis diese Informationen verstehen und nutzen und so Technologie in konkretes Handeln in der Gemeinschaft umsetzen.

Zukunftsaussichten: Von einzelnen Punkten zu einer vernetzten Wasserkarte

Eine einzelne Radarstation ist nur ein erster Schritt. Die Philippinen verfolgen das Ziel, ein nationales hydrologisches Messnetz aufzubauen, das Flussradarstationen, Regenmesser, Bodensensoren und Satellitenfernerkundungsdaten miteinander verknüpft. Dadurch entsteht eine Echtzeit-Wasserbilanzkarte für die wichtigsten Agrarregionen des Landes, die die nationale Wasserressourcenplanung und die Widerstandsfähigkeit der Landwirtschaft gegenüber Katastrophen grundlegend verbessert.

Fazit: Wenn traditionelle Landwirtschaft auf Sensorik für die Luft- und Raumfahrt trifft

Für Generationen von philippinischen Bauern, die „vom Wetter abhängig Landwirtschaft betrieben haben“, stellt das unscheinbare silberne Gerät auf einem Turm am Fluss flussaufwärts einen tiefgreifenden Wandel dar: vom Beten zu Gottheiten um günstiges Wetter hin zum rationalen Umgang mit Klimaschwankungen mithilfe von Daten.

Komplettes Server- und Software-Funkmodul, unterstützt RS485, GPRS, 4G, WLAN, LoRa und LoRaWAN

Weitere Informationen zu Radarpegelsensoren finden Sie hier:

Bitte wenden Sie sich an Honde Technology Co., LTD.

Email: info@hondetech.com

Unternehmenswebsite:www.hondetechco.com

Tel.: +86-15210548582


Veröffentlichungsdatum: 11. Dezember 2025